Heilpflanzen sind wahre Immunbooster, bringen unsere Gehinzellen auf Trab und tun auch unserem Geist gut. Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) gehört seit Jahrtausenden zu den am häufigsten verwendeten Heilpflanzen. Schon Hippokrates nutzte die kleinen, intensiv duftenden Kamillenblüten als wertvolle Arzneidroge, die später auch von Sebastian Kneipp geschätzt wurde. 1987 wurde die Kamille als allererste „Arzneipflanze des Jahres“ geehrt.

Wie erkenne ich Echte Kamille? 

Unter ihren vielen Verwandten und Doppelgängerinnen lässt sich die Echte Kamille am sichersten erkennen, wenn man ihren Korbboden aufschneidet und darin einen Hohlraum vorfindet. Außerdem verbreitet die echte Kamille dieses typische Kamille-Aroma, die anderen Arten sind fast geruchlos oder riechen nur sehr schwach. 

Kamille: Anwendung 

Kamillenblüten können innerlich als Tee oder Extrakt genauso angewendet werden wie äußerlich – etwa als Bestandteil von Salben. Zu ihren wichtigsten Wirkstoffen zählen neben Flavonoiden auch ätherische Öle, allen voran das Trio Bisabolol, Matricin und Chamazulen.

Die Form der Verarbeitung wirkt sich direkt auf die in einer Arznei enthaltenen Wirkstoffe aus: In wirksam hohen Konzentrationen findet sich das ätherische Öl der Kamillenblüten eher in alkoholischen Zubereitungen und Destillaten. Von den Flavonoiden profitieren wir hingegen auch im Tee.