Im Herbst und Winter können Sie sich zu gar nichts mehr aufraffen und sind emotional im Keller? Dann könnte es sich um eine Winterdepression handeln, auch SAD (Seasonal Affective Disorder) genannt, sagt Dietmar Winkler, Facharzt für Psychiatrie und stellvertretender Leiter der Spezialambulanz für Herbst-/Winterdepressionen am AKH Wien. Was jedoch viel häufiger ist: ein Herbst- oder Winterblues, der mit leichteren Verstimmungen und Antriebslosigkeit in der düsteren Jahreszeit einhergeht. Die sogenannte subsyndromale Form der SAD (sSAD) geht mit weniger schweren Symptomen und geringerem Leidensdruck einher.

Leichter Herbstblues oder arge Winterdepression? Das können Sie tun:

  1. Symptome? Abklärung first!

    „Zwischen Symptombeginn und Diagnosestellung vergeht oft zu viel Zeit“, weiß Mediziner Winkler. Besonders Eltern sollten sich frühzeitig professionelle Hilfe holen, um für ihre  Kinder stabil bleiben zu können. Die Diagnose einer Winterdepression erfolgt durch einen Facharzt für Psychiatrie oder auch durch den Allgemeinmediziner.

    Die Behandlung erfolgt durch Licht- oder eine antidepressive Therapie. Spezielle verhaltenstherapeutische Programme wirken anhaltend vorbeugend. Zusätzlich angeraten ist, bei einer Winterdepression seinen Lebensstil zu ändern – das hilft übrigens auch, um einen Herbstblues vorzubeugen.