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Radfahren im Winter: So bleibt das Fahrrad in der kalten Jahreszeit fit und sicher

Tipps & Tricks

Radfahren im Winter: So bleibt das Fahrrad in der kalten Jahreszeit fit und sicher

Mit etwas Übung nimmt diese Aktion nicht mehr als eine Stunde Zeit in Anspruch, hat aber enorme Wirkung: Ihr Rad lebt länger und alles funktioniert wie geschmiert. Schließlich wollen Sie ja auch im Winter sportlich und nachhaltig unterwegs sein!

So wird das Fahrrad winterfit

Mehr Licht!

Wer gerade in der dunklen Jahreszeit sicher durch die Stadt cruisen will, sollte für gute Sichtbarkeit sorgen. Das ist tatsächlich oft lebensnotwendig! Einfach immer an die letzten Worte von Johann Wolfgang von Goethe denken: „Mehr Licht!“, soll er gesagt haben.
 
Und so geht’s:

Nabendynamos wählen, sie sind den fast schon antiquarischen Reifendynamos definitiv überlegen. Alternativ können Sie aber auch batteriebetriebene Fahrradlichter oder solche mit wiederaufladbarem Akku verwenden – vorne hell und an der Sattelstütze oder der Sitzstrebe rot.

Rückstrahler müssen laut StVO zusätzlich an den Pedalen und den Felgen  angebracht sein. Auch auf der Kleidung machen solche Reflektoren vor allem in den dunklen Wintermonaten Sinn.


Reifen mit Profil

Schmale, glatte Reifen rollen im Sommer gut und erleichtern das Treten erheblich. Im Winter sind sie allerdings weniger praktisch, da sie auf nassem oder rutschig-vereistem Untergrund wenig bis gar keinen Halt bieten.

Reifen mit Profil sind die erste Wahl für das Radfahren im Winter.


Außerdem kann ein geringerer Reifendruck für mehr Bodenhaftung sorgen. Reifen mit Spikes sind nicht unbedingt erforderlich, außer Sie sind mit Ihrem Rad auf einer geschlossenen Schneedecke unterwegs.

Schutz vor Schmutz

Schutzbleche oder Kotflügel leisten im Winter auf jedem Fahrrad gute Dienste. Sie halten Fahrer und Rad sauber, was wiederum das Bike vor Korrosion schützt. Der oftmals salznasse Winterschmutz bleibt zwischen den Schutzblechen und den Reifen hängen, wo er weniger Schaden anrichten kann.


Radfahren im Winter? Achten Sie auf Bremse und Gangschaltung!


Bremsen in Ordnung?

Wenn beim Betätigen der Bremse das Fahrrad geräuschlos zum Stehen kommt, ist alles in Ordnung. Damit es auch im Winter so bleibt, reicht es, die Bremsen im Auge zu behalten und von Zeit zu Zeit einfach kritisch hinzuhören.

Klingen die Bremsen nämlich metallisch-kratzig, dann kann es sein, dass die Beläge getauscht werden müssen. Es ist allerdings immer einen Versuch wert, einfach mit einem Putztuch zwischen Felge und Bremsbacke zu gehen und beides zu reinigen. Bei Scheibenbremsen ist das schon komplizierter. Wer sich hier eine Wartung selbst nicht zutraut, sollte unbedingt ein Fachgeschäft aufsuchen.
 
Fakt ist: Im Winter, bei Nässe, ist der Bremsweg länger als im Sommer bei trockenen Wegen.

Auf rutschigem, eisigem Untergrund ist es besser, gar nicht zu bremsen und über die gefährliche Stelle gerade darüber zu fahren, sonst kann es beim Radfahren im Winter leicht zu einem Sturz kommen.


Kette & Gangschaltung

Für den Antrieb des Fahrrads gilt dasselbe wie für die Bremsen: Regelmäßiges Säubern beugt einem verstärkten Abrieb vor und die einzelnen Teile müssen weniger oft ausgetauscht werden.
 
So geht’s:
 

Für Kette und Gangschaltung besorgen Sie sich am besten ein Öl, das gleichzeitig schmiert und reinigt. Für die Kette einfach ein bisschen Öl auf ein Putztuch geben, das Tuch auf die Handfläche legen und die Kette durch die leicht geschlossene Hand laufen lassen. Die Zahnräder und die übrigen Teile der Schaltung mit einer alten Zahnbürste und dem Kettenöl reinigen.

Sauber & rein

Reinigung tut dem Fahrrad im Winter (und natürlich auch im Sommer) gut. Nicht nur den kleinen, beweglichen Teilen, sondern auch den Felgen und dem Fahrradrahmen. Denn das Streusalz auf den Radwegen und Straßen greift den Lack und das darunterliegende Metall an.

So geht’s:
 

Mit warmem Wasser und einem Tuch abwaschen. Mit einem trockenen Tuch nachwischen oder in die Wintersonne stellen – fertig.