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So wird das Immunsystem von Kindern gestärkt
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Mission Schnupfenfrei

So wird das Immunsystem von Kindern gestärkt

Zusammenfassung Kinder bekommen oft Infekte, da ihr Immunsystem noch lernen muss, Krankheitserreger zu bekämpfen. Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse stärkt das Immunsystem. Zinkreiche Lebensmittel wie Rindfleisch und Käse sind ebenfalls wichtig. Frische Luft und Bewegung fördern die Abwehrkräfte. Regelmäßiges Lüften zu Hause hilft, Viren zu reduzieren. Stress vermeiden und ausreichend Schlaf sind entscheidend für die Immunabwehr. Hausmittel wie Topfenwickel bei Halsschmerzen oder Honig bei Husten können Symptome lindern. Bei Fieber sollten Babys immer zum Arzt. Kinder mit leichten Symptomen dürfen oft in die Betreuung, bei starken Symptomen sollten sie zu Hause bleiben.

Diese Zusammenfassung wurde mit KI erstellt und menschlich kontrolliert

Zwischen „Hatschi“ und Hustensaft: Wie können die kindlichen Abwehrkräfte gestärkt werden? In Zusammenarbeit mit zwei Expertinnen haben wir Tipps für natürliche Immun-Booster und Hausmittel für die infektreiche Jahreszeit gesammelt.

Naseputzen in Dauerschleife, der nächste Virus aus der Krabbelgruppe, Halskratzen – und schon beginnt die nächste Erkältungsrunde. Bis zu zehn Infekte pro Jahr sind bei Kleinkindern völlig normal. Ihr Immunsystem ist noch nicht ausgereift und muss erst lernen, krank machende Viren und Bakterien von harmlosen Mikroben zu unterscheiden. Das gelingt – leider – nur durch Erfahrung: Das Immunsystem muss mit einem Erreger in Kontakt kommen, um beim nächsten Angriff schneller und gezielter gegen den Eindringling reagieren zu können. Vermeiden lassen sich Infekte oder Erkältungen also nicht, aber die gute Nachricht ist: Eine intakte Immunabwehr kann das Erkrankungsrisiko senken, Symptome mildern und die Dauer von Krankheiten verkürzen. Fachleute gehen sogar davon aus, dass dieser Lernprozess langfristig auch das Risiko für bestimmte Allergien und Autoimmunerkrankungen beeinflussen kann. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Eltern die natürlichen Abwehrkräfte ihrer Kinder unterstützen.

6 Tipps, wie das Immunsystem von Kinder gestärkt wird

1. Vitaminreich essen

Eine ausgewogene Ernährung bildet die Basis für ein starkes Immunsystem. Obst und Gemüse sind gute Quellen für abwehrstärkendes Vitamin C. Kohlsorten, Paprika, Brokkoli, Zitrusfrüchte und Kiwis enthalten eine Menge davon. Vivien Gurt, Drogistin bei dm, berät oft Eltern in puncto Abwehrkräfte und empfiehlt: „Vitamin C ist hitzeempfindlich. Daher sollte man die Lebensmittel möglichst schonend garen oder roh essen.“ Auch Zink leistet nachweislich einen Beitrag zur Immunstärkung. Dafür sollten Nahrungsmittel wie Rindfleisch, Käse, Kürbiskerne, Sesam, Haferflocken und Linsen in den Menüplan integriert werden. Eine besondere Rolle spielt zudem der Darm: Ein Großteil der Immunzellen sitzt dort. Ballaststoffe aus Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten fördern eine gesunde Darmflora. Sie unterstützen das Wachstum nützlicher Bakterien, stärken die Darmbarriere und helfen dem Immunsystem, Erreger wirksam abzuwehren. Ebenso wichtig ist es, ausreichend zu trinken – auch bei kühleren Temperaturen. Gerade in der Heizungsperiode können Schleimhäute schnell austrocknen und sind dann anfälliger für Krankheitserreger. „Wenn Wasser zu langweilig ist, sorgen ungesüßte, milde Früchtetees bei vielen Kindern für eine willkommene Abwechslung“, weiß Gurt. Babys im Beikostalter sollten täglich etwa 500 ml Flüssigkeit zu sich nehmen, Kleinkinder 600 bis 800 ml.

2. Raus an die frische Luft

Bewegung im Freien gilt als echter Immun-Booster. Deshalb ist es sinnvoll, täglich Zeit im Freien einzuplanen. Regenwetter oder Kälte gelten dabei nicht als Ausrede. In der richtigen Montur lassen sich draußen gerade dann herrliche Abenteuer erleben – ob bei der Papierschiffchen-Regatta in der Pfütze oder beim Spurensuchen im Schnee (weitere Ideen finden Sie hier). Die Outdoor-Zeit unterstützt die Sauerstoffversorgung und bei Sonnenschein die Bildung von Vitamin D. Durch Kältereize wird das Immunsystem auf sanfte Weise abgehärtet. Bewegung stärkt die Abwehrkräfte, ob drinnen oder draußen – schon kurze Einheiten regen verschiedene Immunzellen an und fördern die körperliche Fitness. Wichtiger ist dabei weniger die Intensität als die Regelmäßigkeit. Ein zusätzlicher Pluspunkt: Aktivität regt den Appetit an und verbessert die Schlafqualität.

3. Wohlfühlklima zu Hause

Auch Innenräume brauchen immer wieder eine Dosis Frischluft, denn in geschlossenen Zimmern können sich Viren leichter ansammeln und verbreiten. Um die verbrauchte Luft auszutauschen, empfiehlt sich Stoßlüften: Idealerweise die Fenster drei- bis viermal am Tag für etwa zehn Minuten weit öffnen. Nachts fördert eine Raumtemperatur von rund 18 °C tiefere Schlafzyklen – und diese wirken sich indirekt positiv aufs Immunsystem aus.

4.Geborgenheit macht stark

Das Immunsystem und die Psyche stehen in enger Beziehung zueinander. Anhaltender Stress, z. B. verursacht von Leistungsdruck oder einer neuen Umgebung, hemmt die Abwehrkräfte. Positive Emotionen hingegen setzen günstige biochemische Prozesse in Gang. Liebevolle Zuwendung, Geborgenheit, gemeinsames Lachen und soziale Kontakte stärken daher nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Widerstandskraft des Körpers. Bewegung, ausreichend Ruhepausen und kindgerechte Entspannungsrituale helfen dabei, Stress abzubauen oder zu vermeiden.

5.Das richtige Maß an Hygiene

Das kindliche Immunsystem kann sich nur ausbilden, wenn es mit Keimen in Kontakt kommt. So lernt es, harmlose von krank machenden Mikroben zu unterscheiden. Nichtsdestotrotz ist Hygiene essenziell, um das Immunsystem nicht zu überlasten. Regelmäßiges, gründliches Händewaschen mit Seife – beim Nachhausekommen, vor dem Essen und nach dem Toilettengang – sollte für jedes Kind selbstverständlich sein. Genauso sollte es lernen, nur in die Armbeuge zu husten oder zu niesen und benutzte Einmaltaschentücher sofort zu entsorgen.

6. Die Kraft der guten Nacht

Kleine Schlafmützen sind nachweislich robuster. Nachts läuft das Immunsystem auf Hochtouren: Beschädigte Zellen werden repariert, Energiereserven aufgefüllt und wichtige Immunprozesse aktiviert. Schlaf fördert z. B. die Bildung von Antikörpern und stärkt die weißen Blutkörperchen, die für die Krankheitsabwehr zuständig sind. Ein unregelmäßiger Schlafrhythmus oder zu wenig Schlaf erhöhen dagegen das Stresshormon Cortisol. Das macht den Körper anfälliger. Kinder benötigen deutlich mehr Nachtruhe als Erwachsene. Zwar ist der individuelle Bedarf unterschiedlich, dennoch bieten folgende Richtwerte Orientierung: Babys brauchen pro Tag ca. 16–18 Stunden Schlaf, Kleinkinder 12–14 und Kindergartenkinder 10–13.

Hausmittel gegen typische Erkältungsbeschwerden

dm Drogistin Vivien Gurt gibt praktische Tipps für eine sanfte Linderung und möglichst schnelles Loswerden von Erkältungsbeschwerden.


Vivien Gurt ist ausgebildete Drogistin und berät mit ihrem Fachwissen zu Heilkräutern, Vitaminen und Naturkosmetik dm Kundinnen und Kunden in Graz.

Halsschmerzen

Wenn der Hals kratzt und das Schlucken wehtut, greifen viele zu bewährten Hausmitteln. So werden beispielsweise Topfenwickel traditionell angewendet. Dazu zimmerwarmen Topfen ca. 1 cm dick auf ein Baumwolltuch streichen und so zusammenfalten, dass der Topfen den Hals berührt. Nach 20–30 Minuten, wenn der Topfen trocken ist, wieder entfernen. Wenn es schon gelingt, mit Salzwasser oder Tee gurgeln und Lutschtabletten einnehmen.

Fieber

Bei Babys sollte Fieber immer ärztlich abgeklärt werden. Ab einem Jahr können z. B. Holunder- oder Lindenblütentee fiebersenkend eingesetzt werden oder Wadenwickel. Dafür feuchte Tücher (2–5 °C kühler als die Körpertemperatur) für 10–15 Minuten um die Unterschenkel legen. Spätestens dann entfernen, wenn das Kind friert. Der oft empfohlene Essig hat keinen Effekt, außer die Haut zu reizen.

Husten

Damit Schleim abgehustet werden kann, hilft es, wenn der Kopf des Kindes erhöht liegt. Unterstützend bei Husten wirkt auch befeuchtete Luft. Dafür kann man z. B. die Wäsche im Zimmer aufhängen. Honig ist ein bewährtes Mittel für Kinder ab einem Jahr. Er legt sich wie Balsam über die gereizten Schleimhäute und bekämpft die Krankheitserreger mit seinen natürlichen Entzündungshemmern.

Schnupfen

Laufende Näschen können mit Kochsalzlösung von Verstopfung befreit werden, bei Stillbabys alternativ mit Muttermilch. Einfach einen Tropfen mit einer Pipette in jedes Nasenloch träufeln. Wenn Schnäuzen noch nicht klappt, kann das Sekret mithilfe eines Nasensaugers entfernt werden. Wie bei allen Erkältungssymptomen gilt: viel trinken. Wasser oder schwache Tees, vor dem Beikostalter Pre- oder Muttermilch.

Interview mit Kinderärztin Dr. Susanne Heindl über den Umgang mit Infekten im Familienalltag

Dr.in med. Susanne Heindl ist Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde mit einer Praxis in Steyr (Oberösterreich).
Info: kinderpraxis-steyr.at.

Warum ist im Herbst und Winter Hochsaison für Infekte?

In der kühleren Jahreshälfte halten sich Kinder vor allem in geschlossenen Räumen auf und geben Infekte aufgrund des engen Kontakts beim Spielen ganz schnell weiter.

Gibt es Kinder, die anfälliger für Infekte sind?

Ja, das ist sehr individuell. Vergrößerte Polypen führen häufiger zu Mittelohrentzündungen. Bei speziellen Vorerkrankungen kann es ebenfalls zu einer höheren Anfälligkeit kommen, z. B. für Harnwegsinfekte bei einer Nierenerkrankung.

Wann sollte ein erkältetes Kind zu Hause bleiben?

Mit leichtem Schnupfen oder Husten darf die Krabbelstube oder der Kindergarten besucht werden. Bei stärkeren Symptomen, Fieber oder einem schlechten Allgemeinzustand sollte ein Kind daheim betreut werden.

Wann darf es wieder in die Betreuungseinrichtung?

Als Faustregel gilt: Ein Kind sollte mindestens einen Tag medikament- und fieberfrei sein.

Woran erkennt man den Unterschied zwischen einer Erkältung und einer ernsthaften Erkrankung?

Eine Erkältung geht oft mit Fieber, Husten und Schnupfen oder Halsschmerzen einher. Nach der Einnahme eines fiebersenkenden Medikaments sind die Kleinen aber oft in einem guten Allgemeinzustand, spielen, trinken ausreichend und essen auch ein wenig, wenn auch mit verringertem Appetit. Bei einer ernsthaften Erkrankung sind sie oft nicht einmal mehr an ihrem Lieblingsspielzeug interessiert, verweigern das Trinken und Essen. Besorgniserregend sind ein schlechter Allgemeinzustand oder Apathie.

Wann sollte man ärztlichen Rat einholen?

Babys bis zum sechsten Lebensmonat sollten bei Fieber immer von einer Ärztin oder einem Arzt untersucht werden. Größere Kinder können bei gutem Allgemeinzustand zu Hause mit einem fiebersenkenden Mittel und Hausmitteln behandelt werden. Bei Verschlechterung des Allgemeinzustandes, anhaltendem Fieber oder wenn man beunruhigt ist, empfehle ich ärztliche Rücksprache.

Wie geht man mit Geschwisterkindern um, Stichwort Ansteckungsgefahr?

Geschwister können nicht voneinander isoliert werden. Bei Infekten sollten Trinkbecher oder Flaschen nicht geteilt werden. Ältere Geschwister sollte man bitten, Babys nicht mit den Händen im Gesicht zu berühren oder ins Gesicht zu küssen.

Was raten Sie berufstätigen Eltern im Spannungsfeld zwischen Job und krankem Kind?

Oft lässt es sich nicht vermeiden, Kinder mit milden Infekten wie Husten und Schnupfen ohne Fieber in Fremdbetreuung zu geben. Das ist der Grund, weshalb sich Kinder hier regelmäßig anstecken. Wenn verfügbar, sind Großeltern oder nahe Angehörige ein Segen.

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