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Schwanger werden: 5 Mythen, die nicht stimmen

Von Handstand bis Spezialtee

Schwanger werden: 5 Mythen, die nicht stimmen

Sie wollen schwanger werden. Und das möglichst schnell. Doch bis Sie einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten können, kann es durchaus etwas dauern. Mutter Natur lässt sich nämlich nur mit wenigen Tricks auf die Sprünge helfen. Daher gilt: Wer schneller schwanger werden will, glaubt bitte nicht jeden Mythos.
 
Bitte wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen, sollten Sie es schon länger probieren, schwanger zu werden. Denn manchmal liegen dem Nichtschwangerwerden medizinische Gründe zugrunde, wie etwa Endometriose – bitte abklären lassen!

Schnell schwanger werden: Diese Mythen helfen leider nicht

Sex: Viel hilft nicht immer viel

Wer schwanger werden will muss Sex haben. Das ist klar. Allerdings kann man es mit dem Sex auch übertreiben. Wer täglich Sex hat, reduziert die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, da der Körper Zeit braucht, um Spermien nach zu produzieren. Umgekehrt gilt: All zu lange sollte man auch nicht warten, um die Qualität des Spermas möglichst hoch zu halten. Idealerweise hat man beim Kinderwunsch daher etwa jeden zweiten Tag Sex – vorausgesetzt, beide Partner haben Lust. Stress ist nämlich ebenfalls ein Kinderwunsch-Killer.
 

Sexstellung: Wie wird man schneller schwanger?

Die gute Nachricht lautet: Paare dürfen sich lieben, wie sie wollen. Weder die Stellung beim Sex noch das Liegenbleiben danach, ein Kissen unter dem Po oder gar ein Handstand helfen beim Schwanger werden. Gesunde Samen sind von sich aus schnell genug, um an ihr Ziel zu finden. Daran tut die Schwerkraft keinerlei Abbruch.
 
Übrigens: Niemand muss sich Sorgen machen, wenn es nach dem Sex zu einem Rückfluss von Samenflüssigkeit kommt. Die Spermien lösen sich wenige Momente nach der Ejakulation aus diesem Eiweißgemisch und suchen sich ihren Weg. Rücklaufende Samenflüssigkeit ist für den Kinderwunsch unwichtig.
 

Schneller schwanger durch Folsäure?

Eine gute Versorgung mit Folsäure dient nicht dazu, schnell schwanger zu werden, sondern vor allem einer gesunden Entwicklung des Babys. Folsäure dient der Vorbeugung von angeborenen Fehlbildungen, insbesondere Neuralrohrdefekten. Über eine gesunde Ernährung nimmt man im normalerweise bereits ausreichend Folsäure auf. Da bei einer Schwangerschaft jedoch der Bedarf höher ist, wird oft zu speziellen Folsäure-Präparaten (erhältlich bei dm) geraten. Idealerweise wird bereits während der Kinderwunschphase ausreichend Folsäure aufgenommen, damit der Mehrbedarf bereits zu Schwangerschaftsbeginn gedeckt ist.
 

Kein Gleitmittel bei Kinderwunsch?

Auch diese Aussage stimmt nur bedingt. Zwar trifft es zu, dass viele Gleitmittel wie eine regelrechte Barriere für Spermien wirken. Doch das gilt nicht für alle. Spezielle Kinderwunsch-Gleitmittel machen Spermien zwar nicht schneller. Sie lindern jedoch eine vaginale Trockenheit der Frau, die ihrerseits ungünstig auf den Kinderwunsch wirken kann. Wer Gleitmittel verwenden möchte oder zu vaginaler Trockenheit neigt, sollte sich daher am besten von seinem Gynäkologen beraten lassen.
 

Von Frauenmantel bis Mönchspfeffer: Hilft Tee beim Schwanger werden?

Sagen wir es so: Tee kann beim Babywunsch nicht schaden. Aber man darf davon auch keine Wunder erwarten. Manchen Teesorten (z.B. Frauenmantel, Rosmarin oder Mönchspfeffer) sagt man nach, dass sie unterstützend auf den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wirken. Zudem soll der Tee den Eisprung fördern. Jedoch fehlt es hierfür an wissenschaftlichen Belegen. Und trotzdem kann ein Tässchen Tee einfach gut tun. Wer schwanger werden will, darf sich also ruhig das eine oder andere Tässchen gönnen. Das gilt übrigens für alles Andere auch. Denn das vielleicht wichtigste Mittel für eine schnelle Schwangerschaft ist wohl immer noch Entspannung. Das mag einfacher klingen, als es bei einer großen Baby-Sehnsucht manchmal ist. Aber es ist in jedem Fall einen Versuch wert.
 
Und noch einen Tipp haben wir. Viele Mythen helfen zwar nicht beim Kinderwunsch. Was aber definitiv wichtig ist, ist das Timing. Die Eizelle ist maximal 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Wer schnell schwanger werden will, sollte sich daher gut mit seinem Zyklus auskennen. Manchen Frauen hilft ein Menstruationstagebuch oder eine Zyklus-App, um den Zeitpunkt des Eisprungs besser im Blick zu haben. Andere wiederum kennen ihren Körper so gut, dass sie ihre fruchtbaren Tage spüren. Wer ganz sicher sein will, behilft sich mit einem Ovulationstest (erhältlich bei dm). Die besten Voraussetzungen, um schwanger zu werden bestehen drei Tage vor sowie zum Zeitpunkt des Eisprungs. Wir drücken die Daumen.