Die Richtung zu wechseln und neue Wege mit guten Vorsätzen zu beschreiten gelingt, wenn wir Veränderung positiv angehen.
Vorsätze zur Gewohnheit machen

Gute Vorsätze? So gelingt Veränderung!

Gewohnheiten zu verändern, ist nicht einfach. Muster sind oft tief verankert. Aber Vorsätze für das neue Jahr lassen sich umsetzen und Veränderung ist möglich. Wie? Hier steht’s.

Alles auf null. Neustart. Veränderung. Alle Jahre wieder werden zum Jahreswechsel viele gute Vorsätze gefasst: Nie wieder rauchen! Endlich mehr Sport machen! Weniger Geld ausgeben! Doch nur sechs Wochen später rufen wir meist schon wieder beschwipst den Ex an oder sind gerade einmal bis zum nächsten Laden gejoggt, um dort Chips zu kaufen.

Veränderung ist manchmal einfach zu schwer. Spätestens nach dem zweiten Durchhänger kapitulieren wir entnervt und geben dem inneren Kritiker recht – der ja schon immer wusste, dass wir das nicht schaffen. Natürlich ist es ärgerlich, wenn wir positive Vorsätze durch Veränderung nicht umsetzen können. Aber wir sollten milde mit uns selbst sein: Gewohnheiten zu verändern ist eben nicht einfach – aber machbar.

Neuronale Verbindungen im Gehirn verändern sich nur langsam

Der Grund dafür, dass gewünschte Veränderungen uns das Leben schwer machen sind Muster, denen wir seit Jahren folgen. Sie sind tief in uns verankert. Alles, was wir tun, schafft neuronale Verbindungen in unserem Gehirn. Je öfter wir etwas tun, umso stärker wird eine bestimmte Ver­bindung. Das heißt, es bildet sich eine Art „Autobahn“ in unserem Kopf, auf die unser Autopilot standardmäßig abbiegt. Dadurch greifen wir, wenn wir gestresst sind, automatisch nach der Zigarette. Routinen geben uns Halt und Orientierung, deswegen fallen wir gerne in alte Muster zurück. Zwischen 30 und 50 Prozent unseres täglichen Handels findet innerhalb dieser Muster statt, denn sie sparen Energie.

Veränderung: So machen Sie Vorsätze zur Routine

Im Durchschnitt wird ein Verhalten innerhalb von 66 Tagen zur Gewohnheit. Wenn man sich also etwas Neues angewöhnen möchte, sollte man das immer wieder zur gleichen Zeit tun, damit eine Gewohnheit daraus wird. Man sollte also erst eine echte und starke Vision entwickeln, damit man die Motivation für die Umsetzung findet. Nicht nur der Kopf, sondern auch das Herz sollte bei Veränderungen mit dabei sein. Es hilft, Vorsätze positiv zu formulieren: Nicht „Ich esse keine Kekse“, sondern „Ich freue mich darauf, Obst zu essen“. Wer sich verändern möchte, muss die Veränderung einfach gestalten. Das heißt: In kleinen und machbaren Schritten beginnen, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen. Und hartnäckig bleiben: Nicht aufgeben, sondern sich selbst verzeihen wenn es mal nicht klappt – und weitermachen. Wenn Sie schwierige Situationen vorher durchspielen, können Sie sich schon im Vorhinein Strategien überlegen. Gönnen Sie sich außerdem bewusst Pausen vom „Neustart“, auch das gehört dazu.

Sieben Tipps für geglückte Veränderung

  1. Überprüfen Sie, ob es sich wirklich um Ziele handelt, die aus Ihrem Inneren kommen – oder ob Sie den Ansprüchen anderer genügen wollen.
  2. Entwickeln Sie eine Vision, die Sie anzieht. Wie fühlt es sich genau an, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben? Verbinden Sie sich zur Motivation immer wieder mit diesem Gefühl!
  3. Formulieren Sie Ihr Ziel möglichst positiv. Vermeiden Sie Verneinungen.
  4. Überprüfen Sie, ob es alte Glaubenssätze gibt, die Ihnen im Weg stehen (wie: Ich halte nie etwas durch, ich kann das nicht).
  5. Teilen Sie den Weg zu Ihrem Ziel in möglichst kleine, machbare Schritte ein.
  6. Lassen Sie sich von Rückschritten nicht entmutigen. Verzeihen Sie sich – und machen Sie weiter!
  7. Veränderungen dürfen Spaß machen – und müssen nicht hart und mühsam sein. Machen Sie es sich leicht!
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