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Die 5 Sprachen der Liebe und worauf es noch in Beziehungen ankommt
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LOVE LESSONS

Die 5 Sprachen der Liebe und worauf es noch in Beziehungen ankommt

Jeder Mensch ist für eine der fünf Sprachen der Liebe besonders empfänglich: liebe Worte, Zeit zu zweit, gute Taten, Geschenke und Berührungen. Wie die Sprachen der Liebe nicht nur in Beziehungen, sondern auch in Freundschaften, in der Familie, bei der Arbeit und im Alltag ihre positive Wirkung entfalten können und worauf es sonst noch ankommt.

Die Basis der Liebe

Unsere Expertin und Achtsamkeitsberaterin Alexandra Brauner kennt sich mit Lebens- und Liebesangelegenheiten bestens aus. Sie startet mit einer guten Nachricht: „Alle Menschen haben die Fähigkeit zu lieben, denn der Wunsch zu lieben und geliebt zu werden, ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis.“ Gut zu wissen, aber wie funktioniert Lieben? Alexandra Brauner klärt auf: „Zu lieben bedeutet, sich selbst und anderen freundlich und wertschätzend zu begegnen. Dabei geht es um eine innere Haltung, aus der sich die äußere Form ergibt. Wenn ein Mensch sich selber zuhört und sich mit all seinen Schwächen, die zum Menschsein dazugehören, akzeptieren kann, so ist das eine wertvolle Basis, um auch mit anderen verständnis- und liebevoll zu sein.“

Welche Sprachen der Liebe gibt es?

Der erste Schritt, um sich für die Liebe zu öffnen, beginnt also bei uns selbst. Die Herausforderung dabei ist zu erkennen, wie wir selbst Liebe geben und annehmen möchten. „Die Sprache der Liebe kommt von Herzen. Sie hat unterschiedliche Ausdrucksformen, je nachdem, wie wir selbst gerne angesprochen werden oder wie wir gelernt haben, anderen Liebe zu zeigen“, sagt die Achtsamkeitsberaterin. „Das Kommunizieren von Liebe läuft auf verschiedenen Ebenen ab.“
Menschen haben unterschiedliche Arten, wie sie Liebe geben oder annehmen möchten, und nicht jeder kommuniziert dieses Gefühl auf dieselbe Weise. Der US-Amerikaner Gary Chapman, Autor des Buches „Die fünf Sprachen der Liebe“und langjähriger Paarberater, definiert sie als unterschiedliche Kommunikationsstile. Jeder Mensch hat einen Bezug zu mehreren Arten, doch es gibt eine Sprache, die sie oder ihn am stärksten anspricht.
Fünf verschiedene Arten, „Ich liebe dich“ zu sagen:

1. Worte der Anerkennung

Menschen mit dieser Sprache der Liebe mögen verbale Bestätigung der Zuneigung und Wertschätzung. In einer Beziehung ist es hier wichtig, dem Partner durch anerkennende Worte seine Gefühle zu zeigen. Zum Beispiel der Partnerin ein Kompliment machen, wenn Sie hübsch angezogen ist oder den Partner loben, wenn er etwas gut gemacht hat. Für den Partner ist es außerdem wichtig, dass die Liebe mit einem häufigen „Ich liebe dich“ bekundet wird und er freut sich auch über Textnachrichten. Sie wissen nicht, wie Sie die Liebe für Ihren Partner am besten ausdrücken sollen? Lassen Sie sich doch einfach durch die Lovesongs auf unserer Spotify-Playlist inspirieren.

2. Wertschätzung durch Taten und Worte der Unterstützung

„Taten sprechen mehr als Worte!“ Für Menschen, die diesen Kommunikationsstil bevorzugen, ist es wichtig, dass man ihnen zeigt, wie sehr man sie mag. Etwa das Servieren des morgendlichen Kaffees, das Zudecken beim abendlichen Fernsehen oder andere Kleinigkeiten. Auch die Erledigung bestimmter Aufgaben im Haushalt dient hier als Liebesbeweis. Wenn sich Ihre Partnerin also durch Liebesdienste geliebt fühlt, fragen Sie unbedingt nach, wie Sie ihr am besten helfen können. Manchmal sind es auch kleine Gesten, wie den Müll runterbringen oder Abendessen machen, die eine große Auswirkung auf die Partnerschaft haben.

3. Qualitätszeit zu zweit

Menschen mit dieser Sprache verbringen besonders gerne aktiv Zeit mit ihrem Partner, etwa durch Zuhören, Augenkontakt und volle Präsenz. Verbringen Sie einen gemütlichen Abend auf der Couch und widmen Sie Ihrem Partner Ihre ganze Aufmerksamkeit – der Fernseher bleibt natürlich aus. Organisieren Sie regelmäßige Dates mit Ihrer Partnerin, gehen Sie chic aus und schaffen Sie gemeinsame Erlebnisse. Gönnen Sie sich einen Wochenendtrip. Und wenn unter der Woche wenig Zeit bleibt: Einfach gemeinsam eine Tasse Kaffee trinken und dem Partner zuhören – so fühlt er sich verstanden und geliebt.

4. Geschenke

Wie heißt es so schön? Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Wenn Menschen mit dieser Sprache der Liebe ein Geschenk bekommen, fühlen sie sich besonders wertgeschätzt. Dabei ist der Geldwert nicht sonderlich wichtig, es zählt hier mehr der Gedanke. Ein Geschenk kann auch einfach eine selbstgepflückte Blume, etwas Selbstgebasteltes oder eine kleine Grußkarte mit Liebesbotschaft sein.

5. Körperliche Nähe und zärtliche Berührung

Körperliche Annäherungen wie Küssen, Händchenhalten und Sex sind für Menschen, deren Sprache der Liebe körperliche Berührung ist, das A und O. Im Alltag können hier kleine Gesten wie das Streicheln des Rückens oder der Hand des Partners bereits dafür sorgen, dass er sich angenommen fühlt. Machen Sie ihm doch öfter eine Freude mit Umarmungen, liebevollen Kuscheleinheiten oder einer schönen Partnermassage.

Kann eine Beziehung mit unterschiedlicher Liebessprache funktionieren?

Was ist Ihnen lieber: einen Strauß Rosen zu bekommen oder ein paar Stunden miteinander auf der Couch zu kuscheln? Kennt Ihre Partnerin oder Ihr Partner die Antwort? Wenn ja, Gratulation! Wenn nicht, dann trauen Sie sich, über Ihre Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen. „Wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, die unterschiedliche Sprachen der Liebe sprechen, gibt es weitere Lernfelder und Potenzial, den Sprachschatz zu erweitern und zu verfeinern“, sagt Expertin Alexandra Brauner. „Es kann zu Missverständnissen kommen, wenn die Sprache des anderen nicht die ist, die wir uns erwarten würden. Erwartungen loslassen und erst einmal zuhören kann helfen, gegenseitiges Verständnis zu vertiefen.“ Wie so oft ist Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg, das bestätigt auch die Expertin: „Das Grundrezept ist das Zuhören. Sich selbst und dem geliebten Menschen. Je tiefer wir zuhören, desto stärker sind wir in Verbindung. Wenn der Wunsch nach Bindung auf beiden Seiten da ist und Verständnis kultiviert werden kann, dann ist das die beste Basis. Unterschiede sind die Würze des Lebens.“

Welche Sprachen der Liebe sprechen Sie?

Jeder Mensch hat eine Hauptsprache und zusätzliche Sprachen der Liebe. Diese sind oft verschieden ausgeprägt, Gary Chapman spricht hier von „Dialekten“. Die Sprache Ihres Liebsten will also gut gelernt werden, damit sein „Liebestank“ immer wieder aufgefüllt wird. Trotz des gegenseitigen Austausches sind die Sprachen der Liebe, die in Ihrer Beziehung eine Rolle spielen, noch immer unklar? Hier gehts zum „5 Sprachen der Liebe“-Test.

Die 5 Sprachen der Liebe für Dating, Freundschaften & Co.

Auch in der heutigen Zeit haben die fünf Sprachen der Liebe ihre Relevanz. Alise Morales hat zu diesem Thema ein Buch namens „Love Lessons“ geschrieben. Darin erklärt sie, wie Chapmans Liebessprachen für (Online) Dating, Freundschaften, Familie, die Arbeit und Begegnungen im Alltag hilfreich sein können. Allerdings warnt sie davor, andere Menschen in eine Schublade zu stecken. Zum Beispiel ist es beim Dating noch lange kein Grund nach links zu swipen, nur weil jemand eine andere Love Language hat. Diese Gedanken hat Morales zu den fünf Sprachen der Liebe:

  • Bestätigende Worte sind wunderbar, sollten aber ehrlich gemeint sein und auch durch dazu passende Handlungen begleitet werden.
  • In einer Beziehung sollte gemeinsam eine Definition dafür gefunden werden, wie eine gute Quality Time als Paar aussieht. Aufmerksamkeit und Augenkontakt gestalten sich bei neurodivergenten Menschen (mit ADHS, Autismus,…) anders als bei neurotypischen.
  • Bei Geschenken geht es vor allem darum, dass man an den anderen gedacht hat und dass das Geschenk persönlich ist.
  • Hilfsbereitschaft kann man im Alltag ganz leicht durch das Wickeln des gemeinsamen Babys, Staubsaugen oder Geschirrwaschen zeigen.
  • Der Wunsch nach Körperkontakt kann sich immer wieder verändern (zum Beispiel, wenn es um Sex nach der Geburt geht). Berührungen müssen außerdem ausdrücklich erwünscht sein.

Hier gibt es Geschenkideen für sie – nicht nur zum Valentinstag.

Ergänzungen zu den fünf Sprachen der Liebe

Morales ergänzt in ihrem Buch „Love Lessons“ die fünf Sprachen der Liebe von Morales noch um folgende wichtige Elemente, die Beziehungen brauchen:

  • Grenzen respektieren: Es geht darum, die eigenen Grenzen zu wahren und die der anderen nicht zu überschreiten. (Hier erfahren Sie, wie „Nein sagen“ geht.)
  • Emotionale Sicherheit: Der offene Umgang mit Gefühlen ist für Beziehungen viel wichtiger als Geschenke oder bestätigende Worte.
  • Eine gesunde Streitkultur: Niemand wird angebrüllt und alle Standpunkte finden Gehör.
  • Couple Goals: Morales bewertet auch „gemeinsame Ziele und Erfahrungen“ als sehr wichtig für Paare. Hier gibt’s dazu Date-Ideen. Auch die Planung einer Hochzeit oder eine gemeinsame Reise fallen in diese Kategorie.

Erfahren Sie hier, wann Urlaub gut für die Beziehung ist.

Die 5 Sprachen der Liebe
Gary Chapman
Verlag: Francke

Love Lessons
Neue Love Languages für mehr Liebe in jeder Beziehung
Alise Morales, Illustrationen von Ana Jarén
Verlag: Knesebeck

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