World Cleanup Day 2026: Warum der Einsatz gegen Müll in der Natur so wichtig ist
Diese Zusammenfassung wurde mit KI erstellt und menschlich kontrolliert
„Littering“, also das Wegwerfen von Abfällen in der Natur oder im öffentlichen Raum, ist ein riesiges Problem. Allein in den Ozeanen landen jährlich rund neun Milliarden Tonnen Müll. Dem will der World Cleanup Day 2026 am 20. September entgegenwirken. Wir haben alle wichtigen Infos, wie man teilnehmen kann und worauf man beim Müllsammeln achten sollte.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist der World Cleanup Day?
- Warum ist der World Cleanup Day so wichtig?
- Littering in Österreich
- Warum soll ich am World Cleanup Day 2026 teilnehmen?
- Wer organisiert den World Cleanup Day 2026?
- Wo kann ich am World Cleanup Day 2026 teilnehmen?
- Was brauche ich zum Müllsammeln?
- Worauf muss ich beim Müllsammeln achten?
Was ist der World Cleanup Day?
Der World Cleanup Day ist ein weltweiter Aktionstag, der jedes Jahr am 20. September stattfindet. An diesem Tag säubern Menschen bei gemeinsamen Müllsammelaktionen die Natur, Straßen und Plätze von nicht korrekt entsorgtem Müll. Der Aktionstag geht auf das Jahr 2008 zurück. Damals schlossen sich in Estland mehr als 50.000 Menschen zusammen und sammelten in nur fünf Stunden über 10.000 Tonnen Müll. Diese Aktion inspirierte Menschen weltweit, sodass eine globale Bewegung entstand. Mittlerweile gibt es den World Cleanup Day in mehr als 190 Ländern. Seit 2023 ist der World Cleanup Day ein offizieller UN-Aktionstag. 2025 beteiligten sich 24,7 Millionen Menschen daran.
Warum ist der World Cleanup Day so wichtig?
Das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen wie z.B. Getränkedosen, Zigarettenstummeln, Taschentüchern oder Plastikverpackungen ist ein großes Problem. Wie eine repräsentative Umfrage des Market Instituts im Auftrag der Initiative „Österreich sammelt“ ergab, stören sich acht von zehn befragten Personen am Müll auf den Straßen oder in der Natur. Littering, wie der Fachbegriff dafür lautet, steht damit an der Spitze aller Alltagsärgernisse und wurde sogar noch vor ungerechter Behandlung oder Rücksichtslosigkeit im Verkehr genannt.
Doch Littering ist viel mehr als ein bloßes Ärgernis. Denn Müll verschwindet nicht einfach, sondern bleibt oft jahrzehntelang – oder im Fall von Plastik sogar noch länger – erhalten. Während dieses langen Zeitraums können Abfälle Schadstoffe an ihre Umgebung absondern. Zigaretten beispielsweise enthalten Nikotin, Schwermetalle und Mikroplastik. Ein einziger Zigarettenstummel kann 40 bis 60 Liter Grundwasser verseuchen. Neben Umweltproblemen verursacht Littering auch hohe Kosten für Städte und Gemeinden, die die Ressourcen für die Sammlung und Entsorgung bereitstellen müssen.
Littering in Österreich
Selbst in einem Land wie Österreich, das über ein vorbildliches Abfallmanagement verfügt und im internationalen Vergleich mit hohen Recyclingquoten glänzt, ist Littering ein großes Problem. Im Oktober 2025 wurde der erste Österreichische Littering-Report veröffentlicht, der das Ausmaß der Umweltverschmutzung durch Müll systematisch dokumentiert. Demnach werden pro Jahr rund 15.000 Tonnen gelitterte Abfälle durch händische Kehrungen oder bei ehrenamtlichen Flurreinigungen eingesammelt. Das entspricht in etwa dem jährlichen Müllaufkommen von Bregenz. Mindestens ein Sechstel der gesamten Müllmenge im öffentlichen Raum entfällt auf Littering. Doch die Dunkelziffer ist höher. Denn Daten von maschinellen Kehrungen mit Straßenreinigungsfahrzeugen oder von Infrastrukturbetreibern wie den ÖBB oder der ASFINAG wurden in den Report nicht einbezogen.
Von den im Österreichischen Littering-Report untersuchten Abfällen landen Zigarettenstummel am häufigsten in der Umwelt. Dahinter folgen Sackerl und Folien, Getränkebecher und Lebensmittelverpackungen.
Übrigens: Littering ist in Österreich eine Verwaltungsübertretung, die mit bis zu 180 Euro bestraft werden kann. Unter bestimmten Umständen kann der Betrag auch höher angesetzt werden.
Warum soll ich am World Cleanup Day 2026 teilnehmen?
Gegen Umweltverschmutzung aktiv zu werden und so Selbstwirksamkeit zu erfahren, wirkt sich positiv auf unser mentales Wohlbefinden aus. (Lesen Sie mehr zu diesem Effekt in unserem Interview mit dem Psychotherapeuten Alfried Längle.) Die Teilnahme am World Cleanup Day 2026 schafft Verbindungen zwischen Einzelpersonen, aber auch zwischen Arbeitsteams, Schulen, Vereinen und Nachbarschaften. Darüber hinaus motiviert eine Cleanup-Aktion durch ihre Vorbildwirkung Menschen im jeweiligen Umfeld, selbst aktiv zu werden. Vielleicht kommt der eine oder andere dadurch auf den „Geschmack“ und macht das Müllsammeln zu einem regelmäßigen Ritual. Beispielsweise kann man zukünftig beim Spazierengehen ein Müllsackerl mitnehmen, die Joggingrunde zum „Plogging“ ausbauen oder beim Spielplatzbesuch gemeinsam mit den Kindern eine Runde Abfall-Aufheben einführen. So kann man den Ausflug gleich damit verbinden, dem Nachwuchs Nachhaltigkeit zu vermitteln.
Doch die Müllsammelaktion endet nicht damit, einen Knoten ins Müllsackerl zu machen und dieses korrekt zu entsorgen. Genauso wichtig ist es, die Ergebnisse des World Cleanup Days 2026 festzuhalten und weiterzugeben. Denn diese Mülldaten fließen in die weltweite Zählstudie ein und bilden die Basis für den jährlichen Report des World Cleanup Days.
Engagierte Bürgerinnen und Bürger liefern durch das Sammeln von Daten wertvolle Unterstützung für die Wissenschaft. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zu Citizen Scientists.
Wer organisiert den World Cleanup Day 2026?
In Österreich wird der World Cleanup Day 2026 vom Wiener Umweltschutzverein Green Heroes Austria koordiniert. Dessen Ziel ist es, Aufklärungsarbeit zu leisten und Bürgerinnen und Bürger zu Eigeninitiativen in ihrer Gemeinde bzw. ihrer Stadt zu motivieren. Neben Workshops für Schulen organisiert Green Heroes Austria auch regelmäßige Cleanup-Aktionen in Stadtparks, Grünzonen und an anderen öffentlichen Plätzen.
Wo kann ich am World Cleanup Day 2026 teilnehmen?
In Wien startet der World Cleanup Day 2026 am 20. September um 12 Uhr an der U6-Station „Neue Donau“. Nach der Müllsammelaktion werden die Abfälle sortiert und getrennt. Anschließend werden erste Ergebnisse verkündet und die Freiwilligen mit einer gesunden Jause verköstigt. Termine in anderen Städten und Gemeinden sind auf der Website World Cleanup Day zu finden. Dort kann man auch eigene Cleanup-Events anmelden. Am besten informiert man sich vorab beim örtlichen Bauhof oder der kommunalen Abfallwirtschaft, wo der gesammelte Müll abgegeben werden kann.
Was brauche ich zum Müllsammeln?
Folgende Ausrüstung ist beim Müllsammeln in der Natur oder im öffentlichen Raum hilfreich:
- Bitte nicht mit bloßen Händen Müll sammeln, sondern Arbeitshandschuhe und/oder eine Greifzange verwenden.
- Feste, geschlossene Schuhe und lange Hosen, die vor Dornen, Brennnesseln und Zecken schützen, tragen.
- Eine Warnweste sorgt in der Nähe von Straßen und Autoverkehr für Sichtbarkeit.
- Wer sich länger im Freien aufhält, sollte an Sonnenschutz und ausreichend Verpflegung denken.
Worauf muss ich beim Müllsammeln achten?
Wer in der Nähe von Straßen Müll sammelt, muss unbedingt auf den Verkehr achten. Bahnanlagen, Tunnel und Autobahnböschungen sind lebensgefährlich und dürfen nicht betreten werden.
Ebenso gefährlich können steile Uferböschungen oder rutschige Abhänge sein. Zudem sollte man sich vorab informieren, ob man in einem Naturschutzgebiet unterwegs ist. Dort muss man unbedingt auf den markierten Wegen bleiben. Auch Privatgrundstücke sollte man nicht unerlaubt betreten.
Wer eine längere Cleanup-Aktion plant, sollte unbedingt eine Müllgreifzange benutzen. Denn ständiges Bücken belastet den Rücken. Beim Aufheben schwererer Gegenstände sollte man sich gegenseitig helfen und in die Knie gehen.